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Denver

08.08.2018


Seaplane Tour

25.05.2018

 

Wer einmal in Vancouver ist, sollte es unbedingt ausprobiert haben. Wasserflugzeug fliegen. Der beste Anbieter hierfür ist Harbour Air an der Vancouver Waterfront. Neben dem Liniendienst bietet die Chartergesellschaft auch Rundflüge in einem breiten Angebot an. Ab 129.- CAD ist man auf einem 20 minütigen Flug über der Stadt dabei.

Einmal die Tickets gekauft, bekommt man den Boardingpass ausgehändigt und im Terminal stehen Kaffee und Wasser kostenfrei zur Verfügung. Verpassen Sie ihren Boardingcall jedoch nicht.

Die Gesellschaft führt die Flüge mit einer de Havilland DHC-2 Beaver oder DHC-3 Turbine single Otter mit einer Kapazität von 7 bzw. 10 Passagieren aus.

Nach dem Start vorbei am Stanley Park und Vancouver Island dreht der Pilot um und überfliegt Vancouver Downtown zweimal bevor es in den Landeanflug geht.

Weitere Informationen und Angebote sind unter www.harbourair.com erhältlich.

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Vancouver Tours
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Rio de Janeiro

26.04.2018

 

„ Cabin crew, yellow doors selectors to disarmed.”

 

Mit diesen Worten unseres Kapitäns geht unser Flug WK96 Zürich - Rio de Janeiro zu Ende und unsere Gäste steigen mit grosser Vorfreude auf die Ferien aus. Schnell sind unsere Sachen gepackt und wir verlassen unseren Flieger.

An der Copacabana gibt es den wohlverdienten Caipirinha und wir sind bereit fürs Bett. Ein Arbeitstag geht zu Ende und ein Abenteuer startet. Der Schlaf hält jedoch nicht lange, denn Madame Jetlag hat sich bereits um fünf Uhr morgens zu mir ins Bett gesellt und so warte ich mit Vorfreude aufs Frühstück bis sich mein Wecker zu Wort meldet.

Um neun Uhr versammelt sich ein Grossteil der Crew in der Hotel Lobby und freut sich auf unsere Frühstücks Location. Das Parque Lage ist ein Park welcher sich im Besitz von Enrique Lage und seiner Frau und Sängerin Gabriella Besanzoni befand. Lage liess das darin befindende Haus 1920 vom Italienischen Architekten Mario Vodrel umgestalten. Erst 1960 wurde der Parque Lage mit dem Gebäude der Öffentlichkeit zugänglich gemacht und dient heute als Restaurant, welches bei unseren Crews als beliebter Frühstücks Hotspot gilt.

Leider wird mir im Inneren des Gebäudes das Fotografieren mit meiner Kamera verboten, nur Handyaufnahmen sind erlaubt. Wir geniessen das Frühstück in einer wundervollen Atmosphäre.

Den Restlichen Tag verbringe ich mit einem Kollegen am Strand, während sich einige der Crew Abenteuerlustig auf dem Weg zum Cristo machen. Noch mit voller Energie geladen treten sie den Fussmarsch vom Cristo zum Zuckerhut an und geniessen dort ein Apéro mit wundervoller Aussicht auf Rio.

Der zweite Tag bricht an und für mich steht ein persönliches Highlight auf dem Programm. Ein Crew Member organsierte für uns einen Mehrstündige Segelrundfahrt mit Apéro und Barbecue on Board. Bei vielen Crew Members bereits auf Instagram gesehen, kann ein solcher Trip mit toller Crew nur lustig werden. Um drei Uhr macht sich unser Segelschiff unter Kapitän Heitor Souza und seinem  wundervollen Besatzungsmitglied Maria auf dem Weg in die See. Ganz ehrlich gesagt macht mir nach ein paar Caipirinhas und einem feinen Apéro der schwere Seegang schon etwas zu schaffen, für das Barbecue und den Sonnenuntergang legen wir jedoch in einer ruhigen Bucht an. Der Zuckerhut und Cristo strahlen in pinken Farben während wir die Musik und gutes Fleisch geniessen. Zurück in Rio lassen wir den Abend auf der Roof top Bar ausklingen.

 

Zusammen blicken wir auf einen tollen Aufenthalt mit wundervoller Crew in Rio de Janeiro zurück.

 

Die Segelrundfahrt ist sehr empfehlenswert. Im Preis von ca. 60 Euro sind die Fahrt ca. 1500-1800 mit Getränken und Barbecue inbegriffen.

Segelrundfahrten bei Capt. Heitor Souza sind unter www.sailing-in-rio.com buchbar.


Maldives

17.03.2018


San Francisco

12.03.2018


Costa Rica

26.01.2018


Wassernot in Kapstadt

15.01.2018

Gut die Hälfte des Songs Feels von Calvin Harris konnte mein Handy spielen ehe ich nass aus der Dusche trete. Wilkommen in Kapstadt, Wilkommen in der Trockenheit. Mit Ausfall des Regens wird Kapstadt momentan von einer Wassernot überschattet, dies gerade in der Touristenhochsaison. Unsere Passagiere via Ansage informiert, wussten auch wir als Crew uns daran zu halten. Das Budget beträgt täglich 87 Liter. 87 Liter, damit könnte man kaum eine Badewanne füllen und um diese Zahl in ein Bild zu setzen hält man am besten vor Augen, dass eine Durchschnittliche sechs Minuten Dusche 90 Liter Wasser schluckt oder man mit einem Spülgang auf der Toilette 9-10 Liter von seinem 87er Konto löst.

 

Das Wasser für den Kaffee diesmal ordentlich abgemessen und nicht wie sonst einfach mal den Wasserkocher halb gefüllt freue ich mich auf den Besuch des Neighbourgoods market an der 373 Albert road. Dieser Markt im urbanen Stil beherbergt neben Kleinhändlern und Designern auch unzählige Essenstände. Jeden Samstag von 9.00-15.00 Uhr geöffnet ist er Hotspot vieler Crews der 2-Nächter Rotation für Mittagessen oder einfach den Tag zu geniessen.

 

Weiter zur Wein Degustation bei der Uva Mira Vineyards in Stellenbosch, wo es uns der 2015er Cabernet Sauvignon und die Aussicht angetan haben, geniessen wir unseren Aufenthalt. Stellenbosch befindet sich etwa eine Stunde Autofahrt von unserem Crewhotel an der Waterfront entfernt und ist beliebt für Weindegustation bei den vielen Vineyards.

 

Beim gemütlichen Abendessen lassen wir unseren Aufenthalt ausklingen und freuen uns auf dem Heimflug am nächsten Tag.


New York

14.12.2017


Nüssli und Manderinli

07.12.2017

 

 

 

 

 

Jedes Jahr, anfangs Dezember widme ich mich der Schweizer Tradition, dem „Chlausen“. Als Samichlaus von Haus zu Haus zu ziehen wird von vielen Leuten geschätzt, denn neben Kindern und ihren Familien besucht der Samichlaus spontan auch alleinstehende des Dorfes, welche es nicht immer leicht im Leben hatten.

 

Unsere Chlaussaison wurde am 1. Advent mit dem grossen Chlausauszug durch das Dorf Schüpfheim eröffnet. In Einer Zivilschutzanalge eingerichtet, verfügen alle Teilnehmer über ihre eigenen Räumlichkeiten. Während schwarze Farbe und Geröll Bestandteile der Schmuzlis sind, stehen im Chlausenraum Bartgarnituren, weisse Unterröcke und rote Mäntel. Am Eingang steht eine grosse Tafel mit dem Namen des jeweiligen Chlauses und seiner Besatzung. Diese besteht heute aus Dienern, Schmutzlis und Geisslechlöpfer. Mit dieser werden an jedem Abend die Hausbesuche und Helfer neu koordiniert. Die farbenfrohen Iffelen werden im Sommer von Hand hergestellt und während der Chlausenzeit an den Chlausauszügen präsentiert.

 

Einige Stimmen kritisieren das Chlausen als belügen der Kinder, als Vortäuschung und als Erziehungsmethode. Der Samichlaus hat seine Rolle als strenger Mann mit bösen Schmutzlis längst abgegeben. Die Eltern sollen selber entscheiden wie sie ihren Kindern den Samichlaus erklären. Während die Geschichte vom alten Mann der im Wald lebt immer noch präsent ist, greifen viele Eltern zu neuzeitigeren Theorien. Dass der heilige St.Nikolaus vor vielen Jahren gelebt hat und dass mit dem Chalusen eine Tradition, beziehungsweise ein Gedenktag aufrechterhalten wird. Somit ist es für einige Kinder kein Geheiminis mehr, dass unter dem Umhang und dem Bart ein Mann aus dem Dorf steht. Eine Aufgabe hat die Tradition des Chlausens in allen Fällen. Der Samichlaus bringt Familien für einen Abend zusammen, was im heutigen Alltag sehr geschätzt wird. Auch die grösseren Kinder haben Freude an der Interaktion, jemanden anders einmal von ihrem Alltag erzählen zu können und ein Gespräch aufzubauen. Die Alleinstehenden schätzen dies ebenfalls, denn der Samichlaus hat immer ein offenes Ohr. Der Besuch macht also immer eine grosse Freude und seien wir ehrlich, wer mag schon keine Nüssli, Mandarinli und Lebkuchen.

 

Der Verein Schüpfheimer Samichlaus zählt über 150 Helfer welche sich ehrenamtlich für diese Tradition einsetzten.

www.schüpfheimer-samichlaus.ch


Havanna

02.12.2017


San José

17.11.2017

Zugegeben, San José scheint nicht gerade die beliebteste Destination unserer Crews zu sein, trotzdem freute ich mich auf diesen Layover. Aus der Reserve geholt bewahrte mich unser liebes Crewoffice vor der heimtückischen „Fresshalle“ unseres Resorts in Punta Cana, welche direkt auf dem Weg zum Strand liegt und mir so oft auf dem Weg dorthin zum Verhängnis wurde. Trotzdem, in Punta Cana hätte mich wenigstens die Sonne beglückt, denn der Layover in San José begann mit einem kühlen Frühstück mit bewölktem Himmel.  So trist das Wetter auch war, schien auch die Motivation unter uns gedrückt etwas zu unternehmen und zum ersten Mal seit meinem glücklichen Dasein als Flight Attendant verbrachte ich einen ganzen Tag auf meinem Zimmer. Mein Blick wanderte im gefühlten Minutentakt von meinem Buch zum Fenster. Die Hoffnung auf einen Poolbesuch wurde von der Dämmerung erloschen. Das Abendessen beim Italiener und die nachfolgende Visite der Bar krönten wohl das Aktivitätshighlight des Tages und im Bett schien mir klar, dass der morgige Tag anders werden sollte.

 

Das Frühstück wurde von wenigen Sonnenstrahlen geschmückt und auch andere der Crew nahmen sich einen Besuch in der Stadt San José als Tagesziel. Mit den Sonnenstrahlen kam auch die Poolfreude auf, doch ehe ich mich in meinem Zimmer umgezogen hatte und am Pool bereit stand, waren die Sonnenstrahlen hinter den Wolken verschwunden. Aus Prinzip legte ich mich auf den Liegestuhl neben meinen Arbeitskolleginnen und las einige Seiten in meinem Buch weiter, Sonne hin oder her.

 

Eine halbe Stunde später traf ich mich mit meiner Kollegin Jasmine für die Fahrt in die Stadt. San José scheint eine unendliche Shoppingmeile zu sein. Überall gibt es Schuhe, Handtaschen und viele Essensstände. Mir gefiel es sehr, vor allem die Markthallen waren sehr eindrücklich. Neben den Passanten auf den Strassen priesen Verkäufer ihre Lose der Weihnachtslotterie mit lautem Gebrüll an. Das bummeln in den Läden ereignete sich als perfekte Gelegenheit noch einige Weihnachtsgeschenke einzukaufen.

 

Obwohl mir unser Shoppingtag sehr gefallen hat, sehe ich meinen beneidenden Blick jetzt schon, wenn meine Arbeitskollegen von ihrem Roadtrip zurückkommen und von ihren Erlebnissen erzählen. Mein Selfie mit einem Faultier muss ich also auf den nächsten San José verschieben.


Amsterdam

11.11.2017


Vancouver

20.09.2017


Cancun

12.09.2017


Regen in Rio de Janeiro (GIG)

24.08.2017

WK 98 stand auf dem Plan als ich in der Sommerhitze ins OPC düste. Als Crew waren einige bekannte mit dabei, umso mehr freute ich mich auf unseren Aufenthalt in Rio. Besonders freute ich mich auch weil ich einen Kollegen als Passagier mitnehmen konnte.

An Bord wurde es mit der Hitze kaum besser, da unser Flugzeug „Chäserrugg“ den Tag ungekühlt in der Maintenance beim regulären Check verbrachte. Unsere Flight Attendant Superkräfte liessen uns jedoch nichts anmerken und wir begrüssten mit einem herzlichen Lächeln im Gesicht unsere Gäste. So flüssig und speditiv unser Service über die Bühne ging, so schliefen auch fast alle Passagiere ein, obwohl es Schweizerzeit etwa drei Uhr nachmittags war. Angekommen in Rio zog es uns in unsere Hotelzimmer.

 

Am nächsten Tag stand der Zuckerhut auf dem Programm. Nach einem gemütlichen Zmorge am Buffet machten wir uns auf dem Weg an die Talstation, wo wir etwa eine Stunde für die beliebten Tickets anstanden. Jegliches Warten lohnte sich bereits auf der kurzen Gondelfahrt an die erste Station. Der Cristo, die Copacabana und die Stadt Rio de Janeiro präsentierten sich in einem Bild. Bei der Weiterfahrt auf die zweite Station wurde das Panorama noch umfangreicher. Zwar etwas bewölkt sahen der Nebelschleier und die Berge für unsere Fotos wunderschön mystisch aus. Wir wurden von einigen Regentropfen überrascht und machten uns auf dem Weg zurück an die Talstation. Beim gemeinsamen Abendessen tauschten wir das Erlebte aus.

 

Tag zwei war angebrochen und mit meinem Kollegen verschlief ich das Frühstück mit anderen der Crew. Auf dem Tagesprogramm stand die Cristo Statue, doch heftige Winde liessen uns zweifeln ob wir mit der Gondel überhaupt nach oben oder später wieder nach unten kommen würden. Eine Wanderung zur Statue war wegen Vorfällen ausgeschlossen und so gaben wir uns mit einem Spaziergang und einem erneuten gemütlichen Abendessen für den Tag zufrieden.

 

Am nächsten und letzten Tag waren wir bereits um sieben Uhr morgens wach und wollten uns auf dem Weg zum Parque Lage machen um zum Frühstücken, doch zu den heftigen Winden kam über Nacht auch nerviger Regen dazu und wir waren gezwungen das Parque Lage ausfallen zu lassen. Nach einem Frühstück am Hotelbuffet und einem Spaziergang mit Regenschirmen an der Copacabana stand nun das Fitness auf dem Programm. Frisch geduscht zog es uns für Filme in unsere Betten zurück und so blieb es bis zu Pick-Up.

Nun, viel stand auf dem Programm für den Rio Aufenthalt doch das miserable Wetter machte uns einen  kleinen Strich durch das geplante. Wir hatten jedoch sehr viel Spass daran die Copacabana auszukundschaften und ich freue mich jetzt schon auf ein sonniges Punta Cana.

 


Das erste Mal Calgary (YYC)

16.8.2017

 

 

Nach einem Monat Amerika (Tampa-Las Vegas-Tampa-Las Vegas), durfte ich eine neue Destination entdecken.

 

Bereits in Las Vegas reservierte unser Erster Offizier ein Mietauto um 2 Tage den freien Eintritt in den Nationalpärken anlässlich des 150. Jubiläums zu geniessen.

 

Um 16.30 Uhr setzte unser A340  auf der Piste in Calgary auf. Nach kurzem frischmachen im Hotel konnten wir den Abend mit der Crew in einer gemütlichen Runde abschliessen, bevor wir am nächsten Tag das volle Programm in Angriff nahmen. Unser erster Stopp sollte der Lake Moraine im Banff National Park sein, doch der grosse Andrang an Touristen machte uns die Parkplatzsuche schwer und die 11 Kilometer lange Anfahrtsstrasse zum See war wegen überfüllten Parkplätzen gesperrt. Kein Problem, dachten wir und setzen unseren Ausflug einfach mit Stopp zwei, dem Lake Louise unweit des Lake Moraine fort.

 

Den See erstmals betrachtet staunten wir auch dort nicht schlecht über die vielen Menschen welche anreisten um sich den besten Platz für Gruppenfotos zu suchen. Wir entschieden uns dazu die siebenköpfige Truppe zu teilen. Zwei meiner Kolleginnen blieben am Lake Louise, wir hingegen setzten eine kleine Wanderung an um zum Mirror Lake zu gelangen. Der See welcher sich 3.6 Kilometer bergaufwärts befindet glich jedoch zur unseren Ernüchterung eher einer Pfütze. Eine Kollegin welche den See bereits vorher besucht hatte, zeigte uns später Bilder wie der See um einiges voller war. Die Grösse des Sees wurde vom schönen Wetter beeinflusst.

 

Wir entschlossen uns noch ein kleines Stück den Berg hinauf zu laufen und kamen zum Lake Agnes, welcher einfach nur wunderschön war. Auf der einten Seite der See mit den Bergen, auf der anderen die Weiten an Wälder hatte sich der Aufstieg mehr als gelohnt.

 

Zurück im Tal entschlossen wir uns zu einem erneuten Versuch am Lake Moraine und siehe da, die lange Anfahrtsstrasse wurde wieder freigegeben. Einmal angekommen kamen wir nicht mehr aus dem Staunen raus. Der unnatürliche, bereits schon kitschige Blauton des Sees spiegelte sich in den Sonnenstrahlen. Nach zahlreichen Fotos machten wir uns wieder auf den Weg nach Banff um etwas zu essen und kehrten nach Calgary in unser Hotel zurück.

 

Am zweiten Tag unserer Entdeckungstour waren wir nur noch zu fünft und besuchten den Johnston Canyon mit seinen Wasserfällen. Auch da wurde die Natur wieder von zahlreichen Menschen bestaunt und einmal mehr lohnte sich ein etwa einstündiger Fussmarsch im Wald zu den Upper Waterfalls.

 

Nach einem erneuten Mittagessen in Benff stand nur noch der Minnewanka Lake auf dem Programm und etwas früher als am Vortag kehrten wir in unser Hotel zurück. Wir genossen den letzten Abend bei einem Abendessen in Calgary und einer gemütlichen Runde im Hotelzimmer.

 


Welcome to Fabulous Las Vegas (LAS)

08.08.2017

 

Zum zweiten Mal innert zwei Wochen hiess es für mich „Hello Vegas“. Etwas länger als letztes Mal beglückte mich die Planung diesmal mit einem Aufenthalt von drei Nächten.

 

Nach einem Super Flug mit einer #MEGACREW reichte die Kraft leider nicht mehr aus um den Koffer auszupacken. Wie so oft liess ich mich auf das Bett fallen und schlief Sekunden später ein.

Der Grossteil der Crew traf sich am nächsten Morgen im Mon Ami Gabi zum gemeinsamen Frühstück und schon dort stellten wir unterschiedliche Pläne für den kommenden Tag fest. Ich entschied mich zu einer Shopping Tour mit einer Kollegin (als hätte ich nach einem Monat Amerika immer noch nicht genug Kleider) und so machten wir uns auf dem Weg in die Mall.

Die Tätigkeit bringt neben dem tollen Lifestyle natürlich auch die Verpflichtung ständig irgendetwas für Freunde oder Familie mit nach Hause bringen zu dürfen mit sich. So verliess ich die Mall mit ganz tollen Sachen für mich selbst, meine Kollegin hingegen kaufte mehr für Freund und Familien als für sich.

 

Am Abend trafen wir uns wieder zum Abendessen und planten bereits den nächsten Tag. welcher mit dem obligaten Frühstück im Mon Ami Gabi startete. Mit zwei Kolleginnen ging es diesen Morgen nach M&M’s World am Las Vegas Strip. Den Nachmittag verbrachten wir im Kino. Den Tag schlossen wir beim Bellaggio Brunnen ab wo wir zu Titanic die Wasserfontäne bestaunten.

Viel zu schnell war dieser grandiose Layover leider auch schon wieder zu Ende (wie immer) und unser A330 erhob sich in die Lüfte um die 12 Köpfige Besatzung und 266 Passagiere nach Zürich zu bringen.


Der Wechsel auf die Langstrecke

31.07.2017

 

Nach nur zwei Monaten auf der Kurzstrecke gehöre ich noch zu den Neulingen unter den Cabin Crew Member und finde mich in unserem Flaggschiff dem A340 nach Havanna wieder. Es ist mein erster Langstreckenflug überhaupt, denn auch privat bin ich eigentlich noch nie so weit von Zuhause weg gewesen.

Irgendwie scheint auf dem vierstrahligen Flugzeug nichts wirklich grösser zu sein, es hat von allem einfach viel mehr als auf dem gewohnten A320. Mehr Passagiere, mehr Crewmember, mehr Trolleys und zu viele schwere Compartments welche ich jeweils versuche elegant über meinen Kopf zu schwingen und so auf den Galleytisch zu hieven ohne dass alle Passagiere ihren Kopf aufrichten müssen weil der Knall sie glauben lässt da hinten sei irgendetwas explodiert. Wo wir schon bei lauten Geräuschen sind, die sogenannte Galley noise reduction, also die Kunst sich in der Nacht so leise und unbemerkt wie möglich zu verhalten, dass auch die Gäste in der hintersten Reihe ihren Schlaf am Stück geniessen können ist eines von vielen Kriterien nach welchen ich heute bewertet werde. Insgesamt durchlaufe ich sechs Legs, also drei Rotationen innerhalb eines Monats mit einer Einführungsflugbegleiterin welche mich in die Welt der Langstreckenfliegerei einführt. Auf dem heutigen Monatsplan stehen Havanna,       San Diego und Rio de Janeiro.

Obwohl ich Ihnen mit den obigen Zeilen vielleicht ein Schmunzeln entlockt habe, müssen Sie wissen dass ich meinen Job mit purer Leidenschaft sehr ernst nehme. Wir reden hier von einem “serious business”. Unsere Gäste sind für mich sehr wichtig. Ohne sie kein Job, ohne Job keine Fliegerei und wenn Sie wüssten wie verliebt ich in die Fliegerei bin können Sie mir glauben wie ernst ich den letzten Satz nehme. Und das schöne ist, das ganze macht mir Freude.

Zurück zu meinem Einführungsflug, respektive dem wohlverdienten Layover in Havanna nach fast neun Stunden Flug. Mittlerweile habe ich gemerkt dass 9.00 Uhr und 19.00 Uhr während dem Layover die klassischen Zeiten für die Crews sind, um sich für Frühstück oder Abendessen in der Lobby zu treffen. Nur blöd, dass ich bereits um vier Uhr morgens mit Heisshunger aufwache und noch fünf Stunden vom Frühstücken entfernt bin. Theoretisch! Praktisch könnte ich aufstehen, duschen und losziehen um in der Kubanischen Hauptstadt selbstständig zu Essen. Aber eben, das erste Mal traut man sich nicht allein und die praktische Vorstellung ändert nichts daran dass es immer noch erst vier Uhr morgens ist und die Cafés noch geschlossen haben. Sie können sich vorstellen, meine erste Begegnung mit dem Jetlag habe ich als etwas unangenehm empfunden, etwas anderes habe ich jedoch nicht erwartet.

Ein Monat ist es nun seit meiner ersten Begegnung mit der Langstrecke her. Sie hat sich vom ungewohnten Jetlag Kampf zum selbstbewussten, glamourösen Lifestyle entwickelt, welchem ich mich mit viel Freude und Herzblut für das berühmte  “Little extra” unseren Gästen der Edelweiss hingebe.